Das Material…
…von einem Metall-Bett
Aus welchem besteht eigentlich ein Metall-Bett?
Man staunt, wenn man mal nachrechnet, wie viel Eisen in einem Schlafzimmer verbaut ist. Oftmals bilden Bleche, Eisenstangen oder auch Aluminiumschienen die Grundlagen und das Gerüst für die Möbel im Schlafzimmer. Selbst wenn man lieber Massivholz Möbel gekauft hat und diese in dem Schlafzimmer stehen, so ist doch in den seltensten Fällen alles aus Holzdübeln zusammengesetzt. Vielmehr halten Schrauben die einzelnen Elemente zusammen.
Das Material von dem Metall-Bett
In der Vergangenheit
Der Werkstoff von einem Metall-Bett ist, wie der Name schon sagt, Metall. Aber Metall ist für sich genommen lediglich ein Sammelbegriff für sämtliche Elemente, die sich laut wikipedia die sich im Periodensystem der Elemente links und unterhalb einer Trennungslinie von Bor bis Astat befinden.
Nun gut, damit kann man noch allzu viel anfangen. Aber um den Werkstoff einfach ein wenig zu verstehen, muss ich doch ein wenig ausholen.
Metalle unterscheidet man grundsätzlich zwischen den drei Begriffen Edelmetallen, Schwermetallen und Leichtmetallen. Die einzelnen Arten unterscheiden sich in ihrer Substanz deutlich in den Aspekten Härte, Korrosionsanfälligkeit, Gewicht und Flexibilität.
Metalle sind in der heutigen Zeit nicht mehr aus der Gesellschaft wegzudenken. Die Vielzahl der unterschiedlichen Legierungen macht es zu einem nahezu universell einsetzbaren Werkstoff. So kann er auch bei der Produktion von Möbeln für das Schlafzimmer benutzt werden.
In der aktuellen Zeit
In der Antike und noch bis vor ca. 200 Jahren wurde tatsächlich Gusseisen für das Rahmengestell des Metall-Bettes verwendet. Das Bett wurde so wahnsinnig schwer und unhandlich. Ein problemloser „Umzug“ mit dem Bett konnte so sicherlich nicht ohne erheblichen Aufwand geschehen. Glücklicherweise wechselten damals die Menschen nicht so häufig ihren Wohnort.
Durch die Fortentwicklung der Metallverarbeitung wurden auch für die Produktion von dem Metall-Bett andere Metalllegierungen verwendet. War es einst pures Gusseisen so wurden immer mehr Zinklegierungen, Zinnlegierungen, Nickel sowie leichtere Metalle wie Aluminium verwendet.
Das heutige Metall-Bett besteht im Rahmen aus zusammengesetzten Blechen. Je nach Anforderung werden verschiedend starke Bleche verwendet. Bleche selbst sind keine Legierung von Metall sondern Stahl. Stahl ist eine Art des Ausgangsprodukt, das einen besonders niedrigen Kohlenstoffgehalt aufweist. Dadurch, dass der Kohlenstoffanteil erheblich reduziert wurde, erhält der Stahl seine typische Härte und behält dennoch seine Flexibilität. Erzeugt werden diese Eigenschaften durch eine besonders hohe Erhitzung des Rohmaterials.
Der Stahl wird durch die hohen Temperaturen zu Stahl verfeinert, in Blöcke oder Platten gegossen und letztlich durch große Walzen oder Schneider zu einzelnen Elementen geformt. Durch die Verarbeitungswerkzeuge können so die gewünschte Stärke der Bleche bestimmt werden.
Werkzeugstahl
Letztlich verwendet man so für die Herstellung von dem Metall -Bett den sog. Werkzeugstahl. Dieser Stahl wird zum Teil durch Wolfram veredelt. Ebenso wird durch besondere Verfahren die Oberflächenbeschaffenheit deutlich verstärkt. Ferner zeichnet sich dieses Material durch seine Formbarkeit und Flexibilität aus.
Materialien des Metall-Bettes
Der eigentliche Bettrahmen ist in der Regel aus dem genannten Metall. Das heißt, dass der Bettkasten, bestehend aus den beiden Seitenwänden und dem Kopfteil sowie dem Fußteil aus Metall bestehen.
Wo wir schon bei dem Kopfteil sind. Das ist das, was ja für ein Metall-Bett so charakteristisch ist. Das Kopfteil besteht ebenfalls aus dem Werkzeugstahl. Die oben genannten Eigenschaften von dem Material eignen sich hervorragend u die gewünschten Verzierungen, Bögen und Schwingen in das Kopfteil zu integrieren. Man muss nicht Zentimeter dicke Stäbe verbiegen, sondern kann feine und dünne Stäbe für das Muster verwenden, ohne dass der Eindruck entsteht, das Metallbett wäre instabil.
Die Eigenschaften
Die Verwendung von diesem sog. Werkzeugstahl macht es so besonders.
Die Oberflächen rosten nur (zumindest nicht bei sachgemäßer Anwendung und Belastung) selten bzw. gar nicht. Das Bettgerüst ist schon alleine durch den verwendeten Stoff stark ausgesteift, so dass auch für schwere Personen der Rahmen die notwendige Stabilität gewährleistet.
In der Regel wird die für das Metall charakteristische Farbe (grau) beibehalten um noch einmal den Charme von dem Metallbett zu betonen.
Es ist jedoch absolut kein Problem, eine entsprechende Lackierung aufzutragen. Dies schadet dem Material in keinster Weise. Oftmals ist es dann weiß oder auch schwarz. Das sind die klassischen Farben von diesem Bettgestell.
Was man beim Kauf der Metall-Betten beachten sollte
Man sollte jedoch beim Kauf von einem Metall-Bett schon einmal direkt nachfragen, welche Materialien in welche Zusammensetzung verwendet wurden. Wem die einzelnen Legierungen nicht viel sagen, der sollte tatsächlich den Praxistest machen! Rauflegen und hin und her wackeln. Dabei merkt man bereits, ob das esstabil ist oder doch eher wackelig und unsicher. Einen gewichtigen Anteil an der Stabilität stellt aber auch die Verarbeitung dar. Das heißt, dass Bettgestell selbst kann auch noch so stabil sein, wenn die Schrauben und Verstrebungen nicht ausreichend festgezogen und befestigt wurden, so kann das Metall auch noch so hart sein. Es quietscht und knarrt an allen Ecken und Enden.
Faustregel: Je härter der Stahl, das Eisen und je dicker die einzelnen Elemente (insbesondere des Rahmens), desto besser die Qualität von dem diesem. Oder noch kürzer: Je schwerer, desto besser.
Die Optik von dem Material
Eigentlich verstrahlt das nackte Metall nicht wirklich eine gewisse Wärme und Ruhe, wie man es in seinem Schlafgemacht erwarten sollte. Dennoch ist das klassische Metall-Bett ein gern gekauftes Möbelstück in deutschen Schlafzimmern.
Durch die besondere Verarbeitung wirkt das eigentlich kalte Material antik und edel. In Verbindung mit kuscheliger Bettdecke, einem großen Kopfkissen und weicher Matratze wirkt es aber einladender als so manch anderes Bett. Auch mit den anderen Möbeln im Schlafzimmer kann man ein stilvolles Bild in dem Schlafzimmer schaffen.
Anmerkung zum Thema Metall-Bett
Wer ein Metall-Bett kaufen will und es bei sich aufbauen möchte, der sollte darauf achten, dass die Löcher in den Blechen schon vorgebohrt worden sind. So erspart man sich ein lästiges Bohren durch Metall. Zumal dies ein Sau-Arbeit ist.